Dylann Roof hat nach seinem tödlichen Anschlag auf eine Kirche in der US-Stadt Charleston die Todesstrafe erhalten. Das gab die Geschworenenjury des zuständigen Bundesgerichts nach dreistündiger Beratung bekannt. Nach Angaben des US-Justizministeriums ist er die erste Person, die laut Bundesgesetz wegen eines Hassverbrechens die Todesstrafe erhält.

Roof war bereits im vergangenen Monat in allen 33 Anklagepunkten für schuldig befunden worden. In der laufenden Verhandlung ging es nur noch um das Strafmaß. In seinem Schlussstatement sagte Roof, er hatte das Gefühl, er "müsse es tun". Dieses Gefühl habe er immer noch. Das berichtet die Washington Post.

Dylann Roof hatte am 17. Juni 2015 in einer Kirche in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina neun Menschen erschossen. Alle Getöteten waren Afroamerikaner. Das Gericht unterstellte Roof daraufhin rassistische Motive. In einem Verhör durch das FBI soll Roof gesagt haben, er habe "die größte Welle" von Hassverbrechen gegen Afroamerikaner beginnen wollen.

In seinem letzten Statement vor der Jury sagte er laut Washington Post allerdings, der Vorwurf, er habe die Menschen aus "Hass getötet", sei nicht wahr. Das Blatt berichtet zudem, Roof hätte sich während der Verhandlung wiederholt darüber beklagt, dass so viele Opferfamilien zu Wort kamen. Dies sei "nicht fair".