Bei einem Autobombenanschlag auf einem Markt in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 35 Menschen getötet und rund 40 weitere verletzt worden. Augenzeugen berichteten, unter den Toten seien mindestens zehn Frauen sowie Kinder gewesen. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Selbstmordanschlag. Sie trug aber die Handschrift der islamistischen Extremistengruppe Al-Shabaab.

Die Polizei teilte mit, es sei noch unklar, ob der Markt im Viertel Medina im Westen der Stadt das vorgesehene Ziel des Anschlags war oder ob die in einem Lastwagen deponierte Bombe zu früh explodierte. Mehrere Stände und Läden wurden laut Polizei völlig zerstört. Die Opferzahlen können noch weiter steigen, weil mehrere der Verletzten lebensbedrohliche Wunden davongetragen hätten.

In Somalia herrscht seit dem Sturz des Machthabers Siad Barre im Jahr 1991 ein Bürgerkrieg. Seitdem gibt es keine funktionierende Zentralregierung mehr. Immer wieder verübt die islamistische Al-Shabaab-Miliz Anschläge. Die Terrormiliz hat in Teilen des Landes die Macht übernommen und kämpft mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Meist sind das Ziel dabei Polizisten oder Regierungsbeamte.