Die britische Polizei hat nach eigenen Angaben weitere Anschläge in London vereitelt. Die einen Tag nach dem Anschlag in London verhafteten Personen würden alle der Terrorvorbereitung verdächtigt, teilte die Polizei mit. Insgesamt hatte die Polizei acht Verdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag verhaftet.

Die Ermittlungen gingen weiter, hieß es. So gebe es in Wales, Birmingham und London weitere Razzien. Premierministerin Theresa May hatte zuvor erklärt, der Londoner Attentäter habe allein gehandelt. Die Behörden identifizierten den 52-Jährigen Briten Khalid Masood als Täter. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Motiv aus, der Mann galt als radikalisiert. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte die Tat für sich.

Unterdessen bestätigte die Londoner Polizei ein weiteres Todesopfer. Ein 75-jähriger Mann sei im Krankenhaus gestorben. Am Mittwoch war Masood mit einem Auto über die Westminster Bridge gerast und hatte eine Britin und einen US-Touristen getötet. Anschließend drang der Angreifer auf das Parlamentsgelände vor und verletzte einen Polizisten mit einem Messer tödlich, bevor er von Beamten erschossen wurde. 


Am Donnerstagabend versammelten sich Tausende Menschen zu einer Mahnwache für die Opfer am Trafalgar Square. Londons Bürgermeister Sadiq Khan zündete während einer Gedenkzeremonie vor den Stufen der National Gallery Kerzen für die Opfer an. "Londoner werden sich nie von Terror einschüchtern lassen", sagte Khan.

Auch die britische Königin Elizabeth II. bekundete ihre Anteilnahme. "Meine Gedanken, Gebete und mein tiefes Mitgefühl sind bei denjenigen, die von der schrecklichen Gewalt gestern betroffen waren", teilte die Queen mit. Der UN-Sicherheitsrat gedachte in einer Schweigeminute der Opfer.