Bei zwei Bombenexplosionen in Afghanistan sind mindestens 28 Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden. Ein Selbstmordattentäter, der sich am Morgen in der Stadt Chost im Südosten des Landes in einem Auto in die Luft sprengte, tötete mindestens 18 Menschen. Acht weitere wurden verletzt. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, teilten die afghanischen Behörden mit.

Ziel des Anschlags an einer Bushaltestelle in der Nähe eines Stadions war laut Polizei ein Autokonvoi einer von den USA ausgebildeten örtlichen Miliz.

In der westafghanischen Provinz Herat wurde bereits am Freitag ein Kleinbus von einer am Straßenrand deponierten Bombe zerstört. Dabei seien zehn Zivilisten umgekommen und sechs weitere verletzt worden, hieß es aus Behördenkreisen. Unter den Opfern seien Frauen und Kinder.

Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Ende April hatten die radikalislamischen Taliban ihre jährliche Frühjahrsoffensive gestartet. Am Freitag waren bei einem Taliban-Angriff auf einen Armeestützpunkt in der südlichen Provinz Kandahar mindestens 15 afghanische Soldaten getötet worden. Es war bereits der dritte größere Angriff auf das afghanische Militär in Kandahar in dieser Woche.