Die Täter des Doppelanschlags in Teheran waren nach Angaben der Regierung Iraner. Sie seien Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gewesen, sagte der Vizevorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats, Reza Seifollhai, im staatlichen Fernsehen. Die Attentäter hatten das Parlament und das Grabmal von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini angegriffen. Dabei starben nach Angaben der Behörden zwölf Menschen. Die Angreifer – vier Männer und eine Frau – waren nach mehrstündiger Belagerung erschossen worden.

Der IS hatte die Tat für sich reklamiert und mit weiteren Attentaten in dem Land gedroht. Es wäre der erste Anschlag der sunnitischen Extremisten im schiitisch geprägten Iran.

Trump gibt Iran Schuld an Anschlag

Der US-Präsident sagte, er habe für die Opfer der Anschläge gebetet. Sein Beileidsbekunden verknüpfte Donald Trump gleichzeitig mit Kritik am Iran: "Staaten, die den Terrorismus fördern, riskieren, selbst Opfer des Bösen zu werden, das sie unterstützen". Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif reagiert auf Twitter, er schrieb: "Widerliche Erklärung des Weißen Hauses … Das iranische Volk weist solche US-Freundschaftsbekundungen zurück."

Trump wirft dem Iran, zu dem die USA keine diplomatischen Beziehungen pflegen, seit Langem vor, den Terrorismus zu unterstützen. Unter seiner Führungen haben die USA den Kurs gegenüber dem Land verschärft. Zuletzt hatte seine Regierung mehrmals betont, dass andere Mächte dem Einfluss des Irans etwas entgegensetzen müssten. Der Oberste Religionsführer, Ajatollah Chamenei, kritisierte seinerseits Trumps Waffendeal mit Saudi-Arabien.

Der US-Präsident hatte sich schon nach dem Attentat von London mit einer umstrittenen Reaktion eingeschaltet: Er hatte Bürgermeister Sadiq Khan indirekt vorgeworfen, die Sicherheitslage zu verharmlosen.