Ein US-Kriegsschiff ist vor der japanischen Küste mit einem Containerschiff zusammengestoßen. Dabei wurden mindestens drei Seeleute an Bord des Zerstörers USS Fitzgerald verletzt, darunter auch der kommandierende Offizier, wie die US-Marine mitteilte. Sie wurden per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht. Sieben weitere Besatzungsmitglieder wurden vermisst. Die 20 Besatzungsmitglieder des Containerschiffs blieben unverletzt. Das teilte laut Medienberichten die japanische Reederei mit.

Die Ursache für die Kollision war zunächst unbekannt. Die US-Marine wies darauf hin, dass sich der Vorfall in der Nacht auf einer stark befahrenen Schifffahrtsroute ereignete. Der US-Zerstörer sei an der Steuerbordseite beschädigt worden, einiges Wasser sei eingedrungen, teilte die US-Marine mit. Das volle Ausmaß des Schadens und die Zahl der Verletzten würden noch ermittelt. Die USS Fitzgerald fahre selbst, allerdings sei ihr Antrieb begrenzt. "Wir sind jetzt auf zwei Dinge fokussiert: die Sicherheit des Schiffs und das Wohlergehen der Seeleute", sagte der Kommandeur der US-Pazifikflotte, Scott Swift.

Die japanische Küstenwache teilte mit, sie habe gegen zwei Uhr nachts einen Hilferuf des auf den Philippinen registrierten Frachters erhalten. Sie schickte Schiffe und Hubschrauber, um bei der Suche nach den Vermissten zu helfen. Der Vorfall ereignete sich auf hoher See, rund 100 Kilometer südwestlich des japanischen US-Militärstützpunktes Yokosuka.