Bei einem Vorfall auf der London Bridge sowie auf dem Borough Market im Zentrum der britischen Hauptstadt hat es nach Angaben der BBC mehrere Tote gegeben. Die Polizei bestätigte, dass es sich um Terrorangriffe handle. Ein Kleinbus war auf der Brücke in eine Gruppe gefahren, auf dem Markt habe es eine Messerattacke gegeben. Ein gleichzeitig gemeldeter Vorfall im Stadtviertel Vauxhall südlich der Themse habe nichts mit den beiden Terrorattacken zu tun

Angriffe in London am 3. Juni 2017

Augenzeugen berichteten von Verletzten auf der Brücke, die später in einer Nebenstraße behandelt wurden. Passanten wurden angewiesen, wegzurennen. Bewaffnete Polizei war vor Ort. Ein Augenzeuge sagte dem Fernsehsender Sky News, er habe Schüsse gehört. Die Polizei sucht einem Bericht der BBC zufolge nach drei Verdächtigen, die bewaffnet sein könnten.

Drei U-Bahn-Stationen in der Nähe wurden geschlossen, die London Bridge selbst wurde in beide Richtungen für den Straßenverkehr gesperrt.

Bericht über drei Sprengungen im Zentrum

Nach einem Bericht der Boulevardzeitung The Sun ist es nach den Angriffen zu mindestens zwei kontrollierten Explosionen nahe der London Bridge gekommen. Wenige Minuten später sei eine dritte Explosion an dem Wolkenkratzer The Shard nahe der Brücke erfolgt. Währenddessen seien mehrere Löschfahrzeuge vor Ort gewesen, schrieb die Zeitung.

Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, sprach von einer "vorsätzlichen und feigen Attacke". Es gebe keine Rechtfertigung für solche barbarischen Taten. Premierministerin Theresa May sprach Sicherheitskräften ihren Dank aus. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Die Londoner Polizei rief auf Twitter dazu auf, ruhig und wachsam zu bleiben.

Dritter Vorfall war keine Terrorattacke

Bewaffnete Polizeibeamte seien auch wegen eines zweiten Vorfalls am Borough Market gleich neben der Brücke im Einsatz, teilte die Polizei mit. Sky News berichtete, es habe dort Berichte über eine Messerattacke gegeben. Außerdem habe es einen dritten Vorfall im Londoner Viertel Vauxhall gegeben. Premierministerin Theresa May wurde nach Angaben aus der Downing Street über die Geschehnisse auf dem Laufenden gehalten.

US-Präsident Donald Trump reagierte auf die Attacke, indem er auf Twitter erneut ein Einreiseverbot in die USA forderte.

Großbritannien hat in der jüngeren Vergangenheit mehrere Anschläge erlebt. Am 22. März war ein Mann auf der Westminster Bridge im Londoner Regierungsviertel mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast und hatte dabei vier Menschen getötet, ehe er auf dem Parlamentsgelände einen Polizisten erstach. Der Angreifer wurde von der Polizei erschossen.

Am Montag vergangener Woche waren bei einem Selbstmordanschlag auf einem Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester 22 Menschen getötet worden. Der Attentäter kam bei der Tat ums Leben.