In Manchester haben seit dem Selbstmordanschlag im Anschluss an ein Popkonzert die islamfeindlichen Übergriffe extrem zugenommen. Die Polizei spricht laut Guardian von einer Steigerung um 500 Prozent. Sie dokumentierte innerhalb eines Monats 224 Fälle – im Vorjahr waren es im selben Zeitraum 37. Auch die rassistisch motivierten Angriffe stiegen um 61 Prozent auf 778 Fälle.  

Bei dem Bombenanschlag nach dem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande waren 22 Menschen getötet worden. Die Tat eines 22-Jährigen war vom "Islamischen Staat" (IS) für sich reklamiert worden.

Die Polizei kündigte auch mit Hinblick auf das Attentat im Londoner Stadtteil Finsbury Park an, entschieden gegen islamfeindliche Übergriffe vorgehen zu wollen. Bei dem Angriff hatte ein Mann in der Nähe einer Moschee einen Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren. Den Ermittlungen zufolge handelte er aus islamfeindlichen Motiven. Innenministerin Amber Rudd hatte angekündigt, zusätzliche Beamte einzusetzen – auch in der Nähe muslimischer Einrichtungen.

Mehr Einsatz versprach auch der stellvertretende Polizeichef von Manchester, Rob Potts. Die Stadt habe eine gemischte Bevölkerung mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten und Schicksalen, sagte er. "Und darauf sind wir stolz. Das macht uns zu der Stadt, die wir sind. Wir werden weder Hass noch jegliche Diskriminierung tolerieren."