Bei einer Schießerei auf dem Gelände der israelischen Botschaft in Amman sind zwei Jordanier getötet worden. Ein Israeli sei schwer verletzt worden, verlautete am Abend aus Sicherheitskreisen in der jordanischen Hauptstadt. Ein 17-jähriger Jordanier sei unmittelbar seinen Verletzungen erlegen, ein zweiter wenige Stunden später in einem Krankenhaus. Der Israeli werde weiter in einer Klinik behandelt.

Laut der Polizei hielten sich die zwei Jordanier wegen Schreinerarbeiten in einem Wohngebäude auf dem Gelände der israelischen Botschaft auf. Ob es einen Zusammenhang mit dem jüngst eskalierten Streit um den Tempelberg in Jerusalem gab, war zunächst unklar. Israel verhängte eine Informationssperre. Die jordanischen Behörden riegelten das Gelände nach Polizeiangaben ab, Dutzende Angehörige einer Antiterroreinheit befänden sich im Einsatz.

Am Freitag hatten auch in Jordanien Tausende Menschen wegen des Streits um den Zugang zum Tempelberg gegen Israel demonstriert. Israel hatte nach einem Anschlag auf zwei israelische Polizisten in der Jerusalemer Altstadt Mitte Juli die Kontrollen zum Tempelberg verschärft und Metalldetektoren sowie zusätzliche Überwachungskameras am Eingang installieren lassen. In Jordanien leben viele palästinensische Flüchtlinge und deren Nachfahren.