In der japanischen Präfektur Fukuoka auf der Insel Kyushu haben starke Regenfälle schwere Überschwemmungen verursacht. 15 Menschen kamen dabei ums Leben, nach mindestens 14 Menschen suchen die Rettungskräfte noch.

12.000 Soldaten, Feuerwehrleute und weitere Helfer seien im Einsatz, sagte der japanische Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga. Neben der Suche nach Vermissten gelte es, Straßen frei zu räumen und Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten, mit Lebensmitteln zu versorgen. 144.000 Menschen können vorerst nicht in ihre Häuser zurückkehren, weitere 600 sollen noch immer vollständig von der Außenwelt abgeschnitten sein.

Kyushu im Südwesten Japans ist eine der Hauptinseln des Kaiserreichs. Nachdem ein Taifun über die Region gezogen war, waren für die Nacht zum Donnerstag Regenfälle vorhergesagt worden. Es soll sich um die heftigsten Niederschläge seit Beginn der Wetteraufzeichnungen handeln. Die Wassermassen zerstörten Straßen und Häuser, Autos und Bäume wurden von den Fluten mitgerissen. 

Die kaiserliche Familie verschob als Reaktion auf das schwere Unwetter die offizielle Ankündigung der Verlobung von Prinzessin Mako, die für Samstag geplant war. Prinzessin Mako, das erste Enkelkind des Kaisers Akihito, will einen Kommilitonen heiraten. Als weibliches Mitglied der Monarchenfamilie würde Mako mit der Eheschließung mit einem Bürgerlichen ihren Status als Angehörige des Hofs verlieren. In Japan werden derzeit mögliche Reformen der Thronfolgevorschriften diskutiert.