In der französischen Gemeinde Sept-Sorts ist ein Autofahrer in eine Pizzeria gefahren. Dabei wurde ein zwölfjähriges Mädchen getötet, wie die Staatsanwaltschaft von Meaux bestätigte. Mindestens 13 Menschen sollen verletzt worden sein. Der Fahrer, ein 31 Jahre alter Mann, wurde festgenommen. Der Ort Sept-Sorts liegt im Département Seine-et-Marne, rund 60 Kilometer östlich von Paris.

Der Wagen des Mannes erfasste die Menschen auf dem Bürgersteig. Fünf Personen seien schwer verletzt worden, sagte der stellvertretende Staatsanwalt Eric de Valroger. Ein dreijähriger Junge befinde sich in Lebensgefahr und sei per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Staatsanwaltschaft vermutet nach eigenen Angaben, dass es eine vorsätzliche Tat war, die aber nichts mit einem Terrorakt zu tun habe. Der Mann hat laut einem Sprecher des Innenministeriums ausgesagt, vor Kurzem einen Suizidversuch unternommen zu haben. Dies sei eine Spur, der die Ermittler nachgingen. Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

Die Gendarmerie schrieb auf ihrem Twitter-Account, dass ein Einsatz laufe, und rief dazu auf, die Hilfsmaßnahmen nicht zu stören und weder Falschinformationen noch Bilder vom Geschehen zu verbreiten.

In der vergangenen Woche hatte ein Mann sein Auto in Levallois-Perret in eine Gruppe französischer Soldaten gesteuert und sechs Menschen verletzt. Bei einem Anschlag mit einem Lastwagen vor einem Jahr in Nizza kamen 86 Menschen ums Leben.