Das Irakische Militär hat zwei Massengräber mit rund 500 Opfern der Terrormiliz Islamischer Staat gefunden. Außerhalb der ehemaligen IS-Großstadt Mossul wurde ein Grab mit 470 Leichen, und ein zweites Grab mit 30 Leichen entdeckt. Das teilte ein Ermittlerteam des Militärs mit. In der Nähe des Fundorts, in dem Ort Badusch, hat der IS früher ein Gefängnis betrieben.

Im Juni 2014 verübte der IS in Badusch ein Massaker an 600 männlichen Häftlingen. Doch da die Islamisten bis vor kurzem noch Mossul kontrollierten, waren die Gräber der Opfer bisher nicht zugänglich. Nach dem Fund der 500 Leichen wird nun noch nach weiteren Opfern gesucht. In den ehemaligen Gebieten des IS gibt es eine ganze Reihe solcher Massengräber. Die Nachrichtenagentur AP konnte im vergangenen Sommer 72 dokumentieren.

Irakisches Militär erreicht Zentrum von IS-Hochburg Tal Afar

Mit der Unterstützung von US-Luftangriffen sind Spezialeinheiten ins Zentrum der vom IS gehaltenen Stadt Tal Afar gerückt. Das berichtete der Kommandeur Haidar Fadhil der Nachrichtenagentur AP. Auch ein weiterer Kommandeur bestätigte, dass die irakischen Truppen mehrere Viertel erobert hätten und sich dem Zentrum näherten. Die Kämpfe mit den Extremisten dauerten aber immer noch an.

Tal Afar, rund 150 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt, ist eine der letzten eingenommenen Städte der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak. Am Donnerstag hatte der Sprecher des von den USA angeführten Militärbündnisses gegen den IS gesagt, die Extremisten in Tal Afar seien komplett umzingelt und würden von den irakischen Truppen getötet.