In der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) sind Sicherheitsunterlagen von zwölf Mitarbeitern manipuliert worden. Ihnen wurde die für die Arbeit in Nuklearanlagen erforderliche Zuverlässigkeit bestätigt, obwohl keine Überprüfung bei den Sicherheitsbehörden stattgefunden hatte, teilte die Gesellschaft mit. Damit hätten die Mitarbeiter bundesweit in anderen nuklearen Anlagen arbeiten können.

Die Gesellschaft stellte Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Aachen. Der für die Überprüfungen zuständige Mitarbeiter wurde freigestellt. "Wir können nicht davon ausgehen, dass eine dieser zwölf Personen auch nur ansatzweise einen fragwürdigen Hintergrund hat. Ein Großteil der Leute arbeitet hier schon seit Jahren", sagte Sprecher Jörg Kriewel.

Die Zuverlässigkeitsüberprüfung, bei denen Sicherheitsbehörden abgefragt werden, ist laut Kriewel fünf Jahre gültig. Wegen fehlender Verlängerungen wurden offenbar manipulierte Meldungen abgegeben. In enger Abstimmung mit der Atomaufsicht würden jetzt die Meldungen der letzten fünf Jahre untersucht.