Weltweit lebten zuletzt rund 40,3 Millionen Menschen in modernen Formen von Sklaverei – ein Viertel davon sind Kinder. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation der UN und der Walk Free Foundation, der kurz vor Beginn der UN-Vollversammlung veröffentlicht wurde.

Dem Bericht zufolge waren 2016 allein knapp 25 Millionen Menschen von Zwangsarbeit und mehr als 15 Millionen von Zwangsehen betroffen. Frauen trifft es demnach besonders häufig: Der Studie zufolge sind rund 71 Prozent der Versklavten weiblich. Es ist die erste Statistik zur Ausbeutung, die auch Zwangsehen miteinbezieht.

Die Erhebung wurde auch angefertigt, um auf der Vollversammlung den Fortschritt der UN bei den Zielen für nachhaltige Entwicklung diskutieren zu können. Eines dieser Ziele, die bis 2030 erreicht werden sollen, ist die Überwindung der Armut "in all ihren Formen überall".