Mehr als 50 Tote, mehr als 500 Menschen im Krankenhaus – der tödliche Angriff auf Konzertbesucher in Las Vegas hat weltweite Bestürzung ausgelöst. US-Präsident Donald Trump verurteilte das Attentat als "Akt des puren Bösen". Er rief die Bevölkerung der USA zur Einheit auf. "In Momenten der Tragödie und des Horrors kommt Amerika als Einheit zusammen. Dies hat es immer getan", sagte Trump in einer Ansprache im Weißen Haus. "Unsere Einheit kann nicht vom Bösen erschüttert werden, unsere Bande können nicht von Gewalt zerrissen werden."

Zuvor hatte der Präsident auf Twitter seine "wärmste Anteilnahme" für die Opfer und deren Angehörige geäußert. Eine Sprecherin des Weißen Hauses teilte mit, der Präsident verfolge die Lage genau. Sämtlichen Behörden sei Unterstützung angeboten worden, alle "Gedanken und Gebete" seien bei den Betroffenen, so die Trump-Sprecherin.

Auch die Tochter des Präsidenten, Ivanka Trump, sprach von einem "verheerenden Massenerschießen" und sagte, "unsere gemeinsamen Herzen brechen für die Opfer und ihre Familien". Der Gouverneur von Las Vegas nannte die Attacke tragisch und abscheulich.

Der ehemalige US-Präsident und Trumps Vorgänger Barack Obama zeigte sich ebenso bestürzt. Er und seine Ehefrau Michelle würden für die Opfer beten und die von dieser "weiteren sinnlosen Tragödie" Betroffenen in Gedanken begleiten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte mit Bestürzung auf den Angriff in Las Vegas. "Mit Erschütterung habe ich die Nachrichten aus Las Vegas vernommen, wo bei einer Schießerei viele Menschen ihr Leben verloren und unzählige weitere verletzt wurden", schrieb Merkel in einem Kondolenztelegramm an den US-Präsidenten Donald Trump. "Unser Mitgefühl und die Anteilnahme der gesamten Bundesregierung gelten den Angehörigen und den Familien der Opfer", heißt es in dem Schreiben weiter.

Auch Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, sprach den Betroffenen Mitgefühl aus und wünschte Kraft:

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte, er verfolge die Nachrichten über den Anschlag mit Entsetzen: "Fröhlich feiernde Menschen sind offenbar Opfer eines einzelnen Attentäters geworden, dessen Motive noch völlig unklar sind. Meine Gedanken sind bei den Getöteten und bei ihren Angehörigen." Den Angehörigen der Opfer wünsche Steinmeier viel Kraft, "um die Trauer und den Schmerz über dieses Attentat zu bewältigen." 

"Unmenschlicher Akt der Barbarei"

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) zeigte sich "schockiert über das Massaker". "Noch kennen wir nicht die Hintergründe dieses gewissenlosen Verbrechens, dessen Brutalität und Hinterhältigkeit uns zutiefst erschüttern", sagte Gabriel. 

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Grünen, twitterte: "Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden den Opfern und Angehörigen in Las Vegas. Ihr seid nicht alleine!"

Auch die EU-Kommission sprach ihr Beileid aus: "Wir möchten die Sicherheits- und Einsatzkräfte loben, sowie all jene, die Opfern geholfen haben und dies noch immer tun", sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ebenfalls mit Entsetzen auf den Angriff reagiert. Das Verbrechen, dem Dutzende "friedlicher Zivilisten" zum Opfer fielen, sei "entsetzlich in seiner Grausamkeit", erklärte Putin in einem Beileidstelegramm an US-Präsident Donald Trump.

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen nannte die Morde in Las Vegas einen "unmenschlichen Akt der Barbarei".

"Zeuge des Unvorstellbarsten"

Papst Franziskus verurteilte die Attacke in einem Telegramm an den Bischof von Las Vegas und sicherte den Verletzten zu, sie in seine Gebete einzuschließen. Er sei allen Betroffenen im Geist nahe, schrieb der Papst.

Der US-amerikanische Sänger Jake Owen, der kurz vor der Schießerei auf der Bühne stand, twitterte: "Ich wurde heute Nacht Zeuge des Unvorstellbarsten. Uns geht es gut. Anderen nicht. Bitte betet." Owen bedankte sich außerdem bei der Polizei von Las Vegas für ihren Einsatz.

Die Schüsse fielen während des Auftritts von Countrysänger Jason Aldean. Der Sänger äußerte sich auf Instagram zu den Ereignissen: "Heute Nacht war mehr als schrecklich. Mir fehlen immer noch die Worte, aber ich wollte euch wissen lassen, dass ich und meine Crew in Sicherheit sind. Meine Gedanken und Gebete gelten allen, die heute betroffen waren."

In Orlando, wo ein Attentäter im Juni 2016 49 Menschen erschossen hatte, nahm die örtliche Polizei Stellung und teilte mit: Man trauere mit den Betroffenen und stehe den Angehörigen bei. Man kenne die Qual der Anwohner und Besucher, die mit einer solchen Tragödie fertig werden müssen, nur zu gut, hieß es in dem Schreiben des Orlando Police Departments