Vor dreieinhalb Jahren verschwand das malaysische Passagierflugzeug mit der Flugnummer MH370. Noch immer fehlt von der Maschine jede Spur, wie aus dem  Abschlussbericht einer internationalen Suchkommission hervorgeht. "Wir bedauern zutiefst, dass wir weder das Flugzeug noch die 239 Seelen an Bord ausfindig machen konnten", heißt es in dem Bericht, der insgesamt 440 Seiten umfasst. Der Fall gilt als eines der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte.

"Es ist nahezu unvorstellbar und mit Sicherheit für eine Gesellschaft auch nicht hinnehmbar, dass in der Ära der modernen Luftfahrt ein so großes Flugzeug verschwunden bleibt", heißt es in dem Papier, das von der australischen Behörde für Verkehrssicherheit (ATSB) in Sydney veröffentlicht wurde. Es gebe weiterhin keine konkreten Hinweise darauf, wo sich die Maschine befinde. Vermutet wird, dass sie ins Meer gestürzt ist. 

Die Boeing 777 war im März 2014 auf dem Flug von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking, als sie vom Radarschirm verschwand. Experten vermuten, dass sie vom Kurs abwich und nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den südlichen Indischen Ozean stürzte – irgendwo südwestlich von Australien. Das ATSB kam im Dezember 2016 zu dem Schluss, dass die Maschine wahrscheinlich weiter nördlich abgestürzt war. Sie kam auch zu dem Ergebnis, dass kurz vor dem Absturz der Maschine kein Pilot am Steuer saß.

Die internationale Opfervereinigung Voice370 rief die Regierungen von Malaysia, China und Australien nach der Veröffentlichung des ATSB-Berichts auf, die Suche auszuweiten. Doch diese lehnten ab. Die Suche werde erst wieder aufgenommen, wenn es neue "glaubhafte Hinweise" auf einen anderen Absturzort gebe. Bislang betrugen die Kosten für die Suche mehr als 150 Millionen US-Dollar (etwa 127 Millionen Euro).

Trotz aller Proteste von Angehörigen wurde die Suche nach mehr als 1.000 Tagen im Januar dieses Jahres eingestellt.