Bei einem Selbstmordanschlag vor einem Veranstaltungssaal in Kabul sind am Donnerstag mindestens sieben Menschen getötet worden. Der Attentäter habe versucht, in das Gebäude in der afghanischen Hauptstadt einzudringen, sei aber bei einer Sicherheitskontrolle gestoppt worden, sagte ein Polizeisprecher. Er habe sich dann an dem Kontrollpunkt in die Luft gesprengt.

Unter den Opfern seien mehrere Polizisten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens vier Menschen verletzt. In dem Gebäude finden meistens Hochzeiten statt, zum Zeitpunkt der Explosion habe es aber eine politische Veranstaltung gegeben: eine Versammlung von Anhängern des Gouverneurs der nordafghanischen Provinz Balch, Atta Mohammad Noor. Der Attentäter habe sich in die Luft gesprengt, als die Teilnehmer den Saal nach dem Mittagessen verlassen hätten, sagte ein Augenzeuge.

"Ich habe viele Leichen gesehen, darunter Polizisten und Zivilisten, die in ihrem Blut gelegen haben", sagte Harun Mutaref, der an dem Treffen teilgenommen hatte. Die Explosion habe für Chaos und Panik gesorgt. Niemand hat die Verantwortung für den Vorfall reklamiert.