Das seit 103 Jahren verschollene australische U-Boot AE1 ist vor der Küste Papua-Neuguineas gefunden worden. Nur zwei Tage nach dem Beginn einer Suchmission hat das niederländische Forschungsschiff Furgro Equato das Wrack in 300 Metern Tiefe vor den Duke-of-York-Inseln in Papua-Neuguinea entdeckt. "Das älteste Rätsel der australischen Marine ist gelöst", sagte die australische Verteidigungsministerin Marise Payne.

Die AE1 verschwand im September 1914 einen Monat nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs vom Radar. An Bord waren 35 Besatzungsmitglieder aus Australien, Neuseeland und Großbritannien. Das U-Boot war Teil einer Mission mit dem Ziel, die deutschen  Kolonien in Papua-Neuguinea und im Südpazifik zu erobern. Die Ursache des Unglücks ist bis heute unklar. Seitdem gab es zwölf erfolglose Suchaktionen.

Das australische Verteidigungsministerium will nun ermitteln lassen, warum das U-Boot unterging. Der Fundort soll als Kriegsgrab erhalten werden. Seine genaue Lage werde geheim gehalten, um das U-Boot vor Plünderern zu schützen. Außerdem suche man nach Nachfahren der damaligen Crewmitglieder.