Kann man ein Jahr nacherzählen, wenn man alle Eilmeldungen hintereinanderlegt? Wir haben es versucht. 311 Eilmeldungen hat ZEIT ONLINE in diesem Jahr (bislang) auf Smartphones und Computer verschickt. Die meisten davon finden Sie in unserer Auflistung wieder:

22 Eilmeldungen haben wir in dem Jahresrückblick aussortiert. Beispielsweise einige Zwischenergebnisse von Wahlen ("Großbritannien: Theresa May laut Prognose vorn"), wenn kurz darauf Hochrechnungen oder das Ergebnis geeilt wurden.  Oder aber, weil wir zu einem Ereignis mehrere ähnlich lautende Meldungen verschickt haben ("Gerhard Schröder zum Aufsichtsrat von Rosneft gewählt" sowie "Gerhard Schröder wird Rosneft-Aufsichtsratschef").

In einigen Fällen kam uns eine Eilmeldung im Nachhinein schlicht nicht mehr relevant genug vor. Zum Beispiel diese von Mitte September: "Angela Merkel: 'Wir wollen nicht im Technikmuseum enden'". Der Satz ist, nun ja, vielleicht doch nicht so aufregend und breaking, als dass man ihn auf Tausende Handys pushen müsste. Es handelte sich um die letzte Bundestagsrede der Kanzlerin vor der Bundestagswahl. 

Enthalten sind in diesem Jahresrückblick aber unsere zwei Falschmeldungen: Mit unserer ersten Eilmeldung zum NPD-Verbot hatten wir im Februar zeitweise viel Verwirrung gestiftet – und ärgern uns bis heute über diesen Fehler. Die Meldung, La La Land sei bei den Oscars zum besten Film gekürt worden, war indes der Fauxpas der Jury in Los Angeles. Auch dieser Fehler wurde umgehend korrigiert.