Ein Tropensturm hat auf den Philippinen schwere Unwetter verursacht. Der philippinischen Polizei zufolge sind bislang mindestens 200 Menschen an den Folgen des Sturms gestorben. Am schlimmsten betroffen sei die Provinz Lanao del Norte, wo bis Samstagabend mehr als 120 Menschen ums Leben kamen und rund 70 weitere noch vermisst wurden.

Der Sturm Tembin brachte den Behörden zufolge heftige Regenfälle mit sich, die Überschwemmungen und Erdrutsche verursachten. Zahlreiche Menschen würden vermisst. Besonders betroffen sei Mindanao, die zweitgrößte Insel der Philippinen. Nahe der Stadt Tubod soll ein Bergdorf vollständig zerstört worden sein. Auch die Stadt Piagapo soll von Geröll- und Schlammlawinen schwer beschädigt worden sein. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich nach Behördenangaben schwierig, weil Strom- und Kommunikationsleitungen unterbrochen seien. Auf Mindanao leben mehr als 20 Millionen Menschen.

Der Sturm Tembin erreichte maximale Windgeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde, Böen kamen auf bis zu 130 Stundenkilometer. Es wird erwartet, dass das Unwetter am Sonntag vom südlichen Teil der Philippinen aus in Richtung des Südchinesischen Meeres abzieht.

Jedes Jahr ziehen knapp 20 Taifune und Stürme über die Philippinen hinweg, erst in der vergangenen Woche waren mehr als 50 Menschen durch den Tropensturm Kai-Tak ums Leben gekommen. Der Inselstaat gilt als eines der katastrophenanfälligsten Länder der Welt.