Durch einen Anschlag in Afghanistan sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Mindestens 13 Menschen seien außerdem verletzt worden, teilten die Behörden mit. Eine auf einem Motorrad befestigte Bombe sei bei der Trauerfeier eines früheren Gouverneurs in der Region Nangarhar explodiert. Die Region liegt im Osten des Landes an der Grenze zu Pakistan.

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. In Nangarhar kontrolliert die Terrormiliz IS einige Gebiete. Das afghanische und das US-amerikanische Militär bombardieren die Extremisten dort regelmäßig.

In den vergangenen Tagen hatte es bereits mehrere Anschläge mit vielen Toten gegeben. In Kabul hatte sich am Donnerstag ein Selbstmordattentäter in der Nähe eines schiitischen Kulturzentrums in die Luft gesprengt. Als Menschen den Opfern zu Hilfe geeilt waren, waren zwei weitere Sprengsätze explodiert. Mindestens 41 Menschen wurden dabei getötet. Zu dem Anschlag hatte sich der IS bekannt. Drei Tage zuvor waren mindestens 13 Menschen bei zwei Anschlägen ums Leben gekommen.

Allein in Kabul gab es 2017 mehr als 20 große Anschläge, mindestens 500 Menschen wurden dabei getötet. Zu den meisten Attentaten haben sich entweder die radikalislamischen Taliban oder der IS bekannt.