Papst Franziskus hat die Freilassung gefangener Christen auf der ganzen Welt gefordert. Im traditionellen Angelus-Gebet sagte Franziskus, er bete dafür, dass "alle Entführten freigelassen werden und nach Hause zurückkönnen – Priester, Ordensleute und gläubige Laien". Das Weihnachtsfest wolle er zum Anlass nehmen, für alle gefangenen Christen zu beten. Franziskus rief auch zu Frieden in der Welt auf, besonders für Völker in Konfliktregionen.

Das Angelus-Gebet gehört zu den Ritualen des Vatikan: Jeden Sonntag betet es der Papst um zwölf Uhr in seiner Wohnung über dem Petersplatz. An diesem Sonntag fiel es auf den vierten Advent und Heiligabend. Später am Abend begeht Franziskus den zweiten Teil des traditionellen Weihnachtsprogramms: die Christmette. Erwartet werden Kardinäle, Bischöfe und Tausende Besucher. Am Montag spricht der Papst dann von der Loggia des Petersdoms aus seine Weihnachtsbotschaft und spendet den feierlichen Papstsegen Urbi et orbi.

Papst Franziskus äußert sich deutlich häufiger zu politischen Fragen als seine Vorgänger. Im vergangenen Jahr nutzte er die Weihnachtsansprache, um zu Frieden in aller Welt aufzurufen. Zugleich gedachte er der Opfer von Krieg und Terror. Damals rückte er die Stadt Aleppo in den Fokus seiner Ansprache und rief zu Hilfe und Beistand für die erschöpfte Zivilbevölkerung auf. "Es ist Zeit, dass die Waffen endgültig schweigen und die internationale Gemeinschaft sich aktiv dafür einsetzt, dass eine Lösung auf dem Verhandlungsweg gefunden und das zivile Zusammenleben in diesem Land wiederhergestellt wird."