Der Wintereinbruch hat in vielen Teilen Deutschlands zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Am Frankfurter Flughafen seien bis zum Nachmittag mehr als 250 Flüge gestrichen worden, teile die Betreibergesellschaft Fraport mit. Eine Sprecherin bezeichnete die Situation als "dramatisch", selbst auf den geräumten Bahnen seien wegen des anhaltenden Schneefalls nicht die vorgeschriebenen Bremswerte erreicht worden.

Fraport zufolge sind zudem Hunderte Verbindungen verspätet; an Deutschlands größtem Drehkreuz stand zwischenzeitlich nur eine Piste für startende und landende Flugzeuge zur Verfügung. Auch der Flughafen Düsseldorf stellte vorübergehend den Betrieb ein, in Köln/Bonn fielen mehrere Flüge aus.

Bei der Deutschen Bahn kam es durch Eis und Schnee zu Störungen im Zugverkehr. In vielen Teilen Deutschlands gab es Verspätungen, Umleitungen und Ausfälle. Im Fernverkehr mussten Züge wegen Störungen an den Weichen umgeleitet werden. In Nordrhein-Westfalen riet die Bahn, Zugreisen ganz zu verschieben. Wegen der winterlichen Straßenverhältnisse fiel auch der Schienenersatzverkehr aus.

Autounfälle und Sperrungen auf den Straßen

Durch Schnee und Straßenglätte kam es zudem zu zahlreichen Autounfällen. In der Nähe von Cuxhaven starb am Samstag ein Mann, der auf dem Seitenstreifen der Autobahn 27 nach einer Panne auf den Abschleppdienst wartete. Er wurde von einem Wagen angefahren, der auf der glatten Straße nach rechts abgekommen war. Im Oberharz wurden drei Menschen schwer verletzt, als ein Autofahrer auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen verlor und frontal gegen einen Baum fuhr.

Auch in Nordrhein-Westfalen kam es auf verschneiten Straßen zu Hunderten Verkehrsunfällen. Laut Angaben der Landesleitstelle wurden dabei zehn Menschen verletzt, zwei davon schwer. Auf der A3 am Kreuz Breitscheid stellte sich in den frühen Morgenstunden am Samstag ein Lastwagen quer und blieb stecken. Die Autobahn blieb bis zum Nachmittag teilweise gesperrt. Die Feuerwehr versorgte wartende Autofahrer.

In den Alpen rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Sonntagabend und Montag auf den Gipfeln mit extremen Orkanböen und Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Kilometern pro Stunde. Die Kälte und der Schneefall hatten am Wochenende zudem die Lawinengefahr erhöht. Ein Sprecher des bayerischen Lawinenwarndiensts teilte jedoch mit, dass sich die Lage vermutlich nicht weiter verschärfen werde.