Die Bundesanwaltschaft ist mit einer Razzia gegen mutmaßliche iranische Agenten vorgegangen. In mehreren Bundesländern seien Wohnungen und Geschäftsräume von zehn Verdächtigen durchsucht worden, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Ausschlaggebend für die Durchsuchungen seien Hinweise des Bundesamtes für Verfassungsschutz gewesen.

Die Beschuldigten sollen demnach einer "dem Iran zuzurechnenden geheimdienstlichen Einheit" angehören und in Deutschland Personen und Institutionen ausgespäht haben. Festnahmen habe es keine gegeben.

Der Focus hatte zuerst über die Razzien berichtet. Demnach fanden die Durchsuchungen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin statt. Die Verdächtigen seien Mitglieder der Kuds-Brigaden, einer Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarden.