Im Süden Nigerias sind bei einem Angriff 17 Menschen getötet worden. Die Opfer hatten einen christlichen Neujahrsgottesdienst besucht, sagte der leitende Beamte des betroffenen Bezirks Ogba, Osi Olisa. Nach der Messe hatten demnach Unbekannte auf sie geschossen. Es gebe auch Verletzte. "Es war ein willkürlicher Angriff. Sie schossen auf jeden, den sie auf der Straße sahen", sagte Olisa. Nach dem Angriff flohen die Täter.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar, bislang hat sich niemand zu der Tat bekannt. Die Region Ogba liegt im Delta des Flusses Niger, wo viel Öl gewonnen wird. Dort gibt es eine bewaffnete Gruppe, die für zahlreiche Morde und Entführungen verantwortlich gemacht wird. Sie wird auch in diesem Fall verdächtigt.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen könnten auch rivalisierende Sekten verantwortlich sein, schreibt die Nachrichtenagentur KNA. Zwischen ihnen kommt es in der Region immer wieder zu tödlichen Auseinandersetzungen. Die Islamisten von Boko Haram sind vor allem im Nordosten Nigerias aktiv. So weit südlich haben sie bisher keine Angriffe ausgeführt. Der Süden Nigerias ist überwiegend christlich.