Bei der Fahndung nach gewalttätigen Teilnehmern der Demonstrationen während des G20-Gipfels in Hamburg hat die Polizei 600 Personen namentlich ermittelt. Das geht aus einem Bericht des NDR hervor, den die Polizei inzwischen bestätigt hat. Gegen die Verdächtigen werde unter anderem wegen Landfriedensbruchs oder Körperverletzung ermittelt.

Ein Sprecher der Polizei in Hamburg teilte mit, dass die Zahl der Ermittlungsverfahren insgesamt auf etwa 3.000 gestiegen sei. Somit ist die Identität von mehr als 2.000 gewalttätigen Protestteilnehmern weiter unbekannt.

Seit einem Monat fahndet die Polizei öffentlich mit Fotos nach Verdächtigen, nach Informationen der Polizei konnten auf diese Weise bisher über 20 Gesuchte identifiziert werden.

Während des G20-Gipfels im vergangenen Juli, bei dem sich die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer getroffen hatten, war es wiederholt zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen: Demonstranten warfen mit Eisenstangen, Böllern und Steinen auf Polizisten, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Vor allem im Hamburger Schanzenviertel wurden zahlreiche Geschäfte geplündert.