Einer der größten US-amerikanischen Sportfachhändler hat angekündigt, keine halbautomatischen Gewehre mehr zu verkaufen. Außerdem werde Dick's Sporting Goods keine Langmagazine mehr anbieten und keine Waffen mehr an Jugendliche unter 21 Jahren verkaufen. Das teilte das Unternehmen auf Twitter mit.

Der Geschäftsführer Edward Stack sagte in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC, dass es sich um eine direkte Antwort auf die Gewalttat in einer Schule in Parkland in Florida vor zwei Wochen handele. Dabei wurden 17 Menschen getötet. Der mutmaßliche Täter, ein 19-jähriger ehemaliger Schüler, hatte mit einem halbautomatischen Gewehr geschossen.

Stack sagte dem Fernsehsender ABC, dass der mutmaßliche Schütze auch bei Dick's eine Waffe gekauft habe. Dabei solle es sich jedoch nicht um die Tatwaffe gehandelt haben. "Wir haben alles getan, was das Gesetz verlangt und trotzdem war der Täter in der Lage, eine Waffe zu kaufen", sagte Stack in dem Interview. Die vorhandenen Vorschriften seien einfach nicht effektiv genug. Deshalb habe sich das Unternehmen dazu entschieden, die Waffen aus dem Sortiment zu nehmen. Er forderte auch den Kongress auf, zu handeln.

Das Politikmagazin Politico hat die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, nach der sich zwei von drei US-Amerikanern strengere Waffengesetze wünschen. Es sei zwar normal, dass nach Vorfällen wie in Parkland mehr Menschen strengere Gesetze unterstützten, schreibt Politico. Allerdings sei es dieses Mal anders: So hoch wie jetzt sei die Zustimmung nach den vergangenen Fällen nicht gewesen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, sogenannte Bump Stocks verbieten zu wollen. Mithilfe dieser Vorrichtungen kann mit halbautomatischen Waffen die Schussfolge einer vollautomatischen Waffe erzielt werden. Vollautomatische Waffen sind in den USA für den Privatgebrauch verboten. Der Mann, der im vergangenen Herbst in Las Vegas 58 Konzertbesucher erschossen hatte, hatte eine solche Schnellfeuereinrichtung benutzt.