In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich am Morgen in der Nähe des Nato-Hauptquartiers ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Der Sprecher des Innenministeriums Nadschib Danisch sagte, zwei Menschen seien gestorben und mindestens sieben verletzt worden. Die Opfer seien Sicherheitskräfte und Zivilisten. Der "Islamische Staat" (IS) reklamierte die Tat für sich. Das Ziel sei ein Büro des Geheimdienstes NDS gewesen.

In der westlichen Provinz Farah griff in der Nacht eine große Gruppe Talibankämpfer eine kleine Armeebasis im Bezirk Bala Buluk an. In stundenlangen Gefechten töteten sie mindestens 18 Soldaten, zwei weitere seien verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Es sei Verstärkung in das Gebiet entsandt worden, der Stützpunkt sei nun wieder in Regierungshand. Die Taliban hätten aber viele Waffen mitgenommen. Farah gehört zu den am schwersten umkämpften Provinzen des Landes.

In der südafghanischen Provinz Helmand detonierte am Morgen nach Angaben eines Provinzratsmitglieds eine Autobombe im Hof eines Gebäudekomplexes des NDS. Mindestens ein Mensch sei getötet worden, zwei seien verletzt. Der Sprecher der Provinzregierung, Omar Swak, bestätigte die Explosion und sagte, bisher seien drei Menschen in Krankenhäuser gebracht worden.

Bei einem weiteren Autobombenanschlag auf eine Armeebasis im Bezirk Nad Ali in Helmand starben mindestens zwei Soldaten, wie der stellvertretende Polizeichef sagte.