In den USA wollen am Mittwoch Tausende Schülerinnen und Schüler mit einem Streik gegen die Waffengewalt im Land protestieren. Von Maine an der nördlichen Ostküste bis Hawaii im Pazifik planten die Organisatoren insgesamt fast 3.000 Schulstreiks. Es handelt sich um die bislang größte Protestaktion nach dem Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland im US-Staat Florida. Dabei waren 17 Menschen getötet worden.

Die Schüler wollten auf verschiedene Weise an den Streiks teilnehmen: Einige planten Kundgebungen auf den Straßen ihrer Orte, andere wollten in ihren Turnhallen oder auf Sportfeldern demonstrieren. In Massachusetts und Ohio wollten Schüler in die Parlamentsgebäude ziehen, um für neue Waffenregulierungen einzutreten.

Die Aktion wird von Empower organisiert, dem Jugendflügel des Protestmarsches Women's March, der am Tag nach der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump im Januar 2017 Zehntausende in Washington auf die Straße gebracht hatte. Die Gruppe forderte die Schüler auf, jeweils um 10.00 Uhr Ortszeit für 17 Minuten ihre Klassenzimmer zu verlassen.

Am 14. Februar hatte der 19-jährige Nikolas Cruz in Florida 14 Schüler und drei Erwachsene erschossen. Daraufhin formierte sich unter den betroffenen Schülern aus Florida eine Protestbewegung. Mehrere Jugendliche erhoben in den Medien und bei diversen Protestaktionen ihre Stimme, um härtere Waffengesetze und ein Umdenken der US-Politik zu fordern.

Zusätzlich zu den Ausständen am Mittwoch haben die Schüler aus Florida für den 24. März einen "Marsch für unser Leben" in Washington geplant. Dazu werden Zehntausende Teilnehmende erwartet, in den ganzen USA werden zudem Ableger-Märsche stattfinden. Auch für den 20. April, den Jahrestag des Amoklaufs an der Columbine Highschool in Colorado 1999, sind Protestaktionen geplant.