Nach dem G20-Gipfel in Hamburg sind 138 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten eröffnet worden. Das ergab die Senatsantwort auf eine Anfrage der Bürgerschaftsfraktion der Linken, wie der Radiosender NDR 90,3 berichtet. Den meisten von ihnen werde Körperverletzung im Amt vorgeworfen. Außerdem werde noch wegen Nötigung, Freiheitsberaubung oder Beleidigung ermittelt.

Laut dem Bericht seien 118 Ermittlungsverfahren an die Hamburger Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden, 33 davon wurden eingestellt. Anklagen gegen Polizisten hat es im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel bisher nicht gegeben.

Bei dem Gipfeltreffen der größten Wirtschaftsmächte im vergangenen Juli war es zu großen Ausschreitungen gekommen. Bisher standen mehr als 40 G20-Gegner wegen verschiedener Straftaten vor Gericht. Die Polizei führt insgesamt mehr als 3.300 Ermittlungsverfahren. Von vielen gewalttätigen Teilnehmern ist jedoch die Identität nicht bekannt. Weniger als die Hälfte sind an die Hamburger Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Die hat bislang etwa 128 eingestellt.