Die Zahl der Geburten ist 2016 laut dem Statistischen Bundesamt auf 792.131 gestiegen. Das sind sieben Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Die Geburtenrate in Deutschland ist damit zum fünften Jahr in Folge weiter angestiegen. Zuletzt seien vor 20 Jahren so viele Kinder geboren worden. Die Entwicklung ist laut dem Amt vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen zwischen 30 und 37 Jahren häufiger Kinder bekommen.

In allen Bundesländern kamen mehr Kinder auf die Welt. Der Anstieg fiel allerdings in westdeutschen Bundesländern und den Stadtstaaten mit acht Prozent höher aus als in den ostdeutschen Regionen mit vier Prozent. Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit bekamen somit im Schnitt drei Prozent mehr Kinder, bei Frauen anderer Nationalitäten waren es 25 Prozent.

Die Geburtenziffer lag damit insgesamt bei 1,59 Kindern je Frau. Das ist der höchste seit 1973 gemessene Wert. Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit lag die Ziffer bei 1,46, bei ausländischen Frauen bei 2,28. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit knapp unter dem Durchschnitt von 1,6 Kindern pro Frau. Die höchste Ziffer hat derzeit Frankreich, am wenigsten Kinder pro Frau werden in Spanien und Italien geboren. 

Die Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweiligen Jahr.