Die Mutter, die all das für übertrieben hält, der Bruder, der sich solidarisiert, der Kumpel, der sich angegriffen fühlt: Es ist beinahe undenkbar geworden, mit Freunden, der Familie, mit Kolleginnen über Sex, Flirts, über Frauen und Männer zu reden, ohne die Diskussionen der vergangenen Monate im Hinterkopf zu haben. #MeToo schwingt in all diesen Begegnungen mit und hat gleichzeitig Gespräche ermöglicht, die zuvor vielleicht nicht zustande gekommen wären. Ganz egal, wo man die eigene Position dabei verortet – #MeToo kann man nur schwer ausweichen, die Debatte ist omnipräsent.

Denn sie besteht aus mehr als den Anklagen vereinzelter Frauen gegen Männer in Machtpositionen. #MeToo, das sind auch die Fragen nach einem Richtig und Falsch beim Flirt, nach Verhaltensweisen, nach strukturellem Sexismus. #MeToo, das ist eine öffentliche Debatte, die auch privat bewegt. Ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs, der zu Verunsicherung und Wut, zu Empörung und Genervtheit geführt hat.

Wir möchten Sie daher fragen: Wie hat #MeToo die Gespräche in Ihrem Freundeskreis beeinflusst? Diskutieren Sie seitdem mehr über die Themen von sexueller Belästigung und Gewalt – oder schon lieber gar nicht mehr? In welchen Momenten kam das Thema auf: in der Kneipe, im Büro, auf der Familienfeier? Fiel es Ihnen schwer, sich mit einer anderen Meinung zu konfrontieren – und konnten Sie sich den Ansichten Ihres Gegenübers annähern? Und was bedeutet Ihnen der Weltfrauentag vor dem Hintergrund von #MeToo?

Erzählen Sie gern von Ihren Erfahrungen im Kommentarbereich. Alternativ können Sie eine Mail an Leserartikel-Community@zeit.de schicken und uns Ihre Gedanken zur Veröffentlichung bereitstellen.

In diesem Kommentarbereich werden nur Antworten auf die oben gestellten Fragen veröffentlicht. Bitte nutzen Sie zur Diskussion über weitere Aspekte von #MeToo die Kommentarbereiche unter den entsprechenden anderen Texten auf ZEIT ONLINE.