Am frühen Freitagmorgen ist offenbar ein Brandanschlag auf ein Moscheegebäude im baden-württembergischen Lauffen am Neckar verübt worden. Die Brandsätze, sogenannte Molotowcocktails, richteten zwar nur Sachschaden an, die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben aber wegen versuchten Mordes, weil sich der Imam zur Tatzeit in dem Gebäude aufhielt. Hinweise auf Täter lagen der Polizei zunächst nicht vor.

Ein oder mehrere bislang Unbekannte warfen die Brandsätze in ein Nebengebäude der Moschee, in dem sich laut Polizei Gemeinschafts- und Fortbildungsräume, aber auch Wohnräume des Imams befinden. In dem Gebäude kam es zu erheblichen Verrußungen, das aufflammende Feuer konnte gelöscht werden. Der Schaden wird auf etwa 5000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.

Laut Bundesinnenministerium ist es im vergangenen Jahr zu knapp tausend Angriffen auf Muslime und muslimische Einrichtungen gekommen. Dabei wurden 33 Menschen verletzt.