Tausende Schülerinnern und Schüler haben in den USA mit einem Schulstreik gegen Waffengewalt protestiert. Sie gingen landesweit anlässlich des 19. Jahrestags des Massakers an der Columbine High School auf die Straße, gedachten der Opfer und forderten eine strengere Waffenpolitik. Unter dem Motto Genug ist genug hatten Veranstalter rund 2.500 Versammlungen angemeldet.

Um 10 Uhr Ortszeit verließen vielerorts die Schüler ihre Klassenräume und das Schulgelände. In der Hauptstadt Washington versammelten sich mehrere Hundert Schüler vor dem Weißen Haus. Auf Schildern der Demonstranten war zu lesen: "Stoppt die Waffengewalt", "Bücher statt Kugeln" oder "Recht auf Sicherheit".

Zu dem landesweiten Gedenken hatten Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland im Bundesstaat Florida aufgerufen. Dort hatte ein 19-Jähriger im Februar 17 Menschen erschossen. Seit dem Vorfall stehen die Parkland-Schüler an der Spitze einer Kampagne für ein strengeres Waffenrecht in den USA. Bisheriger Höhepunkt der Bewegung war Ende März der March for our lives, mehr als eine Million Menschen hatten sich daran beteiligt.

Die Lehrer der Highschool in Parkland durften das Gelände nicht verlassen, sie nahmen trotzdem am Protest teil und stellten sich auf, orangefarben gekleidet, in der Farbe des Protests. Die meisten Schüler müssen sich nach dem Streik auf disziplinarische Maßnahmen einstellen.

Auch am Tag des Protests kam es wieder zu einem Schusswaffenvorfall an einer US-Schule. An der Forest High School in Florida verletzte ein Schüler nach Angaben der Polizei eine Person. Die Zeitung The Ocala Star Banner berichtete von einem Schuss in den Knöchel. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, teilte die Polizei von Marion County auf Facebook mit. 

Jedes Jahr sterben in den USA viele Tausend Menschen durch Waffengewalt. Schulen werden immer wieder Ziel von Attentaten. Auch an der Marjory Stoneman Douglas High School, dem Ort des jüngsten Massakers, protestierten viele Schüler. Sie malten ein großes Transparent mit der Aufschrift "Nie wieder".