Nordwestlich der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind bei einem Luftangriff auf eine Hochzeitsgesellschaft mindestens 20 Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörde ereignete sich der Angriff bereits am Sonntagabend in der Ortschaft Bani Kais, die von den Huthi-Rebellen kontrolliert wird. Diese machten die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition für die Attacke auf die Festzelte verantwortlich.

Das Bündnis unter Führung des Königshauses fliegt seit mehr als drei Jahren Angriffe auf Gebiete der schiitischen Huthi-Rebellen und unterstützt damit die Regierung in Sanaa. Aus dem langjährigen Bürgerkrieg entwickelte sich so ein Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran, der als Schutzmacht der Schiiten auftritt. Beide Staaten kämpfen so auf unterschiedlichen Seiten um die Vorherrschaft in der Region.

Seit Beginn des Konflikts wurden fast 10.000 Menschen getötet. Beobachter werten die Situation im Bürgerkriegsland Jemen als eine der schwersten humanitären Krisen der Gegenwart.