In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen hat die Bundesanwaltschaft die Wohnungen von vier verdächtigen Personen durchsucht. Ihnen wird vorgeworfen, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben. Festgenommen wurde bislang niemand.

Die Verdächtigen sollen sich spätestens seit 2017 unter dem Namen Nordadler zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben. Zum Zweck, Anschläge durchzuführen, hätten sich die Beschuldigten bereits bemüht, Waffen, Munition sowie Materialien zum Bau von Brand- und Sprengvorrichtungen zu beschaffen.

Nach Informationen der Bundesanwaltschaft sei es das Ziel dieser Vereinigung gewesen, dem "Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen". Die namentlich bekannten Beschuldigten hätten Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen. In Thüringen wurde die Wohnung einer nicht verdächtigen Person durchsucht.

Im Januar hatte die Bundesanwaltschaft das Verfahren gegen die Verdächtigen übernommen und Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Gründung einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB) eingeleitet.