Bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee in der afghanischen Stadt Chost sind zahlreiche Menschen getötet worden: Nach Angaben der Behörden starben mindestens zwölf Personen, 33 weitere wurden verletzt. Der Sprengsatz sei in einem Zelt zur Wählerregistrierung hochgegangen, das auf dem Gelände einer Moschee aufgeschlagen worden war, sagte der städtische Polizeichef Abdul Hanan Sadran.

Die Bürger der Stadt sollten sich in der Moschee für die anstehenden Parlaments- und Provinzratswahlen ins Wahlregister eintragen. Für den 20. Oktober sind in Afghanistan die ersten Wahlen seit den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2014 geplant. Die Stadt Chost liegt in der gleichnamigen Provinz im Osten Afghanistans.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Sowohl die Taliban als auch ein örtlicher Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" lehnen demokratische Wahlen ab.

In Afghanistan gab es in der Vergangenheit eine Reihe von Anschlägen auf Zentren zur Registrierung von Wählern. In einem schiitischen Viertel in Kabul waren im April Dutzende Menschen bei einem Selbstmordanschlag getötet und verletzt worden. Zu dieser Tat hatte sich der sogenannte "Islamische Staat" bekannt.