Die Zahl der polizeilich registrierten Rauschgiftdelikte steigt weiter. Im Jahr 2017 wurden mehr als 330.000 entsprechende Straftaten erfasst. Damit sei die Zahl im siebten Jahr in Folge gestiegen, teilte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mit. Im Vergleich zum Jahr 2016 sei dies ein Anstieg von 9,2 Prozent.

Sowohl beim Drogenkonsum wie auch beim Drogenhandel stiegen die Zahlen. Die sogenannten konsumnahen Delikte stiegen um 10,1 Prozent auf mehr als 255.000, die Handelsdelikte nahmen um 5,5 Prozent auf mehr als 54.000 Fälle zu.

Besonders deutlich war die Zunahme bei Kokain mit einem Anstieg um 17,9 Prozent und bei Cannabis mit einem Zuwachs um 11,8 Prozent. Die Polizei stieß bei ihren Ermittlungen auf mehr als 263.000 Tatverdächtige. Die Beschaffungskriminalität dagegen ging um 5,6 Prozent auf 1.732 Straftaten zurück.

Aus Sicht des Bundeskriminalamts stellen neben den klassischen Drogen die sogenannten "Neuen psychoaktiven Stoffe" (NPS), auch als "Legal Highs" bekannt, eine Gefahr dar. Ihre Wirkung sei für den Nutzer unberechenbar, da nicht klar sei, welche Substanzen sie in welcher Wirkstoffkonzentration enthielten. Das 2016 in Kraft getretene "Neue psychoaktive Stoffe Gesetz" sehe ein weitreichendes Verbot des Erwerbs, Besitzes und Handels mit diesen Drogen vor.

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