Der Kongo hat elf weitere bestätigte Ebola-Fälle gemeldet. Es gebe zudem zwei neue Todesfälle, die mit einem Ausbruch der Krankheit im Nordwesten des Landes in Verbindung stehen könnten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Verdachts-, wahrscheinlichen und bestätigten Fälle liegt damit bei nun insgesamt 45. Darunter seien inzwischen 25 Tote. Die Mehrzahl der Todesfälle sind jedoch nicht abschließend geklärt. Nur bei einem Todesfall konnte Ebola bestätigt werden.

Eines der beiden neuen Todesopfer, das an Ebola gestorben sein könnte, sei aus Bikoro gemeldet worden – also jener Ortschaft im Nordwesten, in der der erste Ebola-Todesfall registriert worden war. Der andere tödliche Verdachtsfall wurde in Wangata festgestellt.

Gesundheitsminister Oly Ilunga hatte mitgeteilt, das der Ebola-Ausbruch die Millionenstadt Mbandaka erreicht habe. Dort seien zwei Fälle hämorrhagischen Fiebers aufgetreten, bei einer Probe sei dann das Ebola-Virus nachgewiesen worden.      

Ebola wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. Selbst Tote sind ansteckend. Eine Therapie gibt es nicht, bis zu 90 Prozent der Erkrankten sterben. Symptome sind Fieber, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen und in einigen Fällen innere und äußere Blutungen. Werden keine Schutzmaßnahmen ergriffen, kann sich das Virus schnell ausbreiten. Die Weltgesundheitsorganisation hat 4.000 Impfdosen in den Kongo geschickt und Tausende weitere in Aussicht gestellt.

Vor vier Jahren hatte es in mehreren westafrikanischen Ländern einen großen Ebolaausbruch gegeben, bei dem etwa 11.000 Menschen starben. Damals wurde in der Endphase der Epidemie der gleiche Impfstoff getestet, der jetzt auch im Kongo eingesetzt werden soll. Auch wenn die Anzahl der Geimpften noch zu klein war, um endgültige Schlüsse zu ziehen, scheint der Impfstoff eine gute Schutzwirkung zu haben (Lancet: Henao-Restrepo et al., 2017).