In Kuba ist ein Passagierflugzeug kurz nach dem Start vom internationalen Flughafen José Martí in Havanna abgestürzt. Es war auf dem Weg ins ostkubanische Holguín. An Bord der Maschine seien sechs Besatzungsmitglieder und 104 Passagiere gewesen, darunter fünf Kinder, berichteten Staatsmedien. Zuvor war von 114 Menschen im Flugzeug berichtet worden. Drei Frauen hätten schwer verletzt überlebt, sagte der Direktor des Calixto-Garcia-Krankenhauses in Havanna. 

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel zufolge untersucht eine Kommission die Umstände und Ursachen des Unfalls. Offenbar habe es bereits während des Starts ein Problem gegeben. Er ordnete für das Wochenende Staatstrauer an. 

Die Besatzung – ein Pilot, ein Co-Pilot und drei Flugbegleiterinnen – stammte aus Mexiko. Die Passagiere waren kubanischen Medienberichten zufolge überwiegend Kubaner, Granma berichtete in der Nacht von fünf Ausländern an Bord. Das argentinische Außenministerium teilte mit, zwei Argentinier seien bei dem Absturz gestorben.

Veraltete Maschine

Die Maschine vom Typ Boeing 737 gehörte den Angaben zufolge der mexikanischen Fluggesellschaft Global Air, sie wurde jedoch von der staatlichen kubanischen Gesellschaft Cubana gemietet und betrieben. Die Maschine soll im Jahr 1979 gebaut worden sein. Die Fluggesellschaft Global Air wurde 1990 unter dem Namen Damojh Aerolíneas in Mexiko gegründet, zur Flotte zählen laut Außenministerium lediglich drei Flugzeuge. 

Die Fluggesellschaft Cubana hatte in den vergangenen Monaten mehrere ihrer veralteten Maschinen wegen mechanischer Probleme aus dem Betrieb genommen. Erst am Donnerstag hatte sich Staatsmedien zufolge Vizepräsident Salvador Valdes Mesa mit den Cubana-Chefs getroffen, um über den mangelnden Service der Fluggesellschaft zu sprechen. Demnach gab es in den vergangenen Monaten immer wieder erhebliche Verspätungen, außerdem wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Cubana begründete beides mit technischen Problemen.