Mehr als vier Jahre nach dem Verschwinden von Malaysia-Airlines-Flug MH370 ist auch die vorläufig letzte Suche ohne Erfolg zu Ende gegangen. Die US-Firma Ocean Infinity hatte noch in einer groß angelegten privaten Mission mit Tauchrobotern nach dem Wrack gesucht: Mehr als 100.000 Quadratkilometer groß war das untersuchte Gebiet – doch das Flugzeug bleibt verschollen. Damit ruhen die Hoffnungen nun auf einem Zufallsfund – oder darauf, dass man mit neuer Technik eines Tages mehr Glück hat.

Anfang 2017 hatten Australien, Malaysia und China die staatlich finanzierte Suche mangels Aussicht auf Erfolg eingestellt. Nach Protesten von Angehörigen einigte sich Malaysias Regierung im Januar dieses Jahres mit Ocean Infinity auf eine Fortsetzung der Suche. Bei einem Erfolg hätte die US-Firma umgerechnet etwa 60 Millionen Euro bekommen sollen – allerdings nur für den Fall, dass die Boeing oder zumindest Flugdatenschreiber und Stimmrekorder gefunden worden wären. Nach zweimaliger Verlängerung hatte Malaysias Regierung aber nun angekündigt, die Suche nicht weiter zu unterstützen. 

Das Schicksal von Flug MH370 gilt inzwischen als eines der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte: Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März 2014 plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Vermutet wird, dass die Maschine abstürzte und in mehreren Kilometern Tiefe auf dem Grund des südlichen Indischen Ozeans liegt. An unterschiedlichen Küstenabschnitten im Westen des Indischen Ozeans wurden in den vier Jahren nur vier nachgewiesene Wrackteile des Flugzeugs gefunden. 

Mittlerweile gibt es zahlreiche Theorien, was passiert sein könnte – von einem Absturz aus Treibstoffmangel über eine Entführung bis hin zu einem Suizid des Piloten. Eine schlüssige Erklärung für das Unglück fehlt jedoch. Malaysia will demnächst einen eigenen Bericht zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen.