Bei zwei Selbstmordanschlägen im Nordosten Nigerias sind mindestens 24 Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben hatte ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz direkt an einer Moschee in der Stadt Mubi gezündet, "fünf Minuten vor dem Beginn des Gebetes", wie ein Anwohner sagte. Ein zweiter Attentäter habe sich 200 Meter von der Moschee entfernt inmitten der fliehenden Moscheebesucher in die Luft gesprengt.

Bislang hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt, das früheren Angriffen der Islamistengruppe Boko Haram ähnelt. Mubi liegt im Bundesstaat Adamawa im Nordosten Nigerias, südlich des Bundesstaats Borno. Die Region ist besonders häufig Ziel von Terroranschlägen der Extremistenmiliz. Erst am vergangenen Donnerstag starben vier Menschen bei einem Selbstmordattentat in Maiduguri im angrenzenden Bundesstaat Borno, zu dem sich Boko Haram bekannte.

Seit Beginn des Aufstands der Extremistenmiliz 2009 sind mehr als 20.000 Menschen ums Leben gekommen, zwei Millionen wurden vertrieben. Nigerias Armee und Regierung haben den Aufstand seitdem wiederholt für niedergeschlagen erklärt. Dennoch verüben die Islamisten immer wieder Anschläge, unter anderem auf Märkte und Moscheen. Weltweit für Aufsehen sorgte die Miliz mit den Entführungen Hunderter Mädchen.