Nach schweren Unwettern in Nordrhein-Westfalen sind Polizei und Feuerwehr vielerorts noch im Einsatz. Knapp 550 Feuerwehrleute seien in Wuppertal unter anderem damit beschäftigt, Keller leer zu pumpen und Straßen frei zu räumen, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Feuerwehr.

Am Dienstag waren durch Starkregen zahlreiche Straßen, Keller und Gebäude in Nordrhein-Westfalen überflutet worden. Stellenweise fiel so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Im Raum Wuppertal gab es erhebliche Schäden. Auch in Niedersachsen, Hessen und Bayern kam es zu Überschwemmungen.

In Wuppertal liefen die Wassermassen am Dienstag in Häuser und Geschäfte und richteten nach Angaben der Stadt erheblichen Schaden an. Das Dach eines Universitätsgebäudes stürzte ein, in der Innenstadt knickte ein Tankstellendach weg und beschädigte mehrere Autos.

Heftige Regenfälle gab es am Dienstag auch in Aachen. Dort registrierte die Feuerwehr am späten Nachmittag mehrere hundert Notrufe. Im Keller eines Einkaufszentrums stand das Wasser nach Stadtangaben etwa eineinhalb Meter hoch.

In Oberhausen im Ruhrgebiet wurde eine Frau durch einen Blitzschlag verletzt. Sie hielt sich nach Angaben der Feuerwehr im Freien auf, als in der Nähe der Blitz einschlug. Sie wurde zwar nicht direkt getroffen, kam aber anschließend ins Krankenhaus.

In Nord- und Mittelhessen richtete Starkregen ebenfalls Schäden an. In Marburg musste ein Einkaufszentrum evakuiert werden.

Keine Entspannung in Sicht

In Niedersachsen war vor allem der Süden betroffen. In Bad Gandersheim im Landkreis Northeim sorgte starker Regen für überflutete Straßen. "Alles, was verfügbar ist, ist im Einsatz", sagte ein Sprecher der Polizei.

Auch in Teilen Bayerns kam es zu Unwettern. Vor allem in Unterfranken mussten Einsatzkräfte der Feuerwehr ausrücken, um vollgelaufene Keller auszupumpen. Einsatzschwerpunkt war der Landkreis Schweinfurt. Hunderte Notrufe seien eingegangen, teilte ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes mit. Auch in der Oberpfalz gab es zahlreiche unwetterbedingte Einsätze.

Für diesen Mittwoch gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine Entwarnung. "Es ist keine Entspannung in Sicht", sagte ein Sprecher. Vom Nordwesten bis in den Osten und Südosten sowie lokal im Südwesten werde es teils wieder kräftige Schauer und Gewitter geben. "Es wird wieder krachen", sagte der Sprecher.