Die mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck ist einer Aufforderung zum Haftantritt nicht gefolgt. Nach dem Ablauf der Frist werde man nun das "Erforderliche veranlassen", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, ohne weitere Details zu nennen.

Die 89-jährige hätte am 2. Mai in der JVA Bielefeld-Senne zu ihrer zweijährigen Gefängnisstrafe antreten sollen. Die entsprechende Ladung war von der Staatsanwaltschaft vorige Woche verschickt worden.

Das Landgericht Verden hatte Haverbeck im August 2017 wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Anfang des Jahres scheiterte sie vor dem Oberlandesgericht Celle mit einem Revisionsantrag gegen das Urteil.

Haverbeck, die zur Europawahl 2019 für die rechtsextreme Partei Die Rechte kandidiert, wurde schon mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt. Wiederholt hatte sie behauptet, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei.