Grund- und Mittelschulen in den USA werden immer häufiger von Polizisten gesichert. Laut Regierungsangaben erhielt mit 36 Prozent etwa jede dritte Schule bis zur achten Klasse mindestens einmal pro Woche im Schuljahr 2015/16 Besuch von einem bewaffneten Beamten. Wie das Pew Research Center berichtet, lag diese Quote ein Jahrzehnt zuvor nur bei 21 Prozent.

13 Prozent der Grundschulen gaben an, täglich Polizeischutz zu haben. Die meisten Grundschulen berichteten, die Beamten seien vorwiegend zu Schulbeginn und Unterrichtsschluss auf dem Schulgelände gewesen. In ländlichen Regionen zeigten die Polizisten den Angaben zufolge mehr Präsenz als in Städten.

Die Daten stammen von Statistikbehörden. Rechnerisch gesehen kommt es in den USA alle 60 Stunden zu einer Schießerei an Schulen. Im Februar 2018 hatte ein ehemaliger Schüler an einer Schule in Florida 17 Menschen erschossen. Seit der Tat wird in den USA erneut über ein schärferes Waffenrecht debattiert. Diskutiert wird vor allem über eine Anhebung des Mindestalters bei Waffenkäufen.

Im März hatten Schüler und junge Leute in mehreren US-amerikanischen Städten Massenproteste organisiert, um für schärfere Waffengesetze zu demonstrieren.