Bei Selbstmordanschlägen im Nordosten Nigerias sind mindestens 31 Menschen getötet worden. Zwei Selbstmordattentäter hätten sich am Samstagabend in der Stadt Damboa in die Luft gesprengt, teilten örtliche Behörden mit. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Zudem habe es Explosionen gegeben, die von Panzerfäusten herrührten. Die Menschen hätten das Ende des Ramadan gefeiert, als sie von den Explosionen erfasst worden seien, berichtete der Polizeichef des Staats Borno, Damian Chukwu.

Im Norden Nigerias ist die Islamistengruppe Boko Haram aktiv. Die Miliz kämpft seit etwa zehn Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. In dem Konflikt wurden bisher mindestens 20.000 Menschen getötet. Zwei Millionen Menschen wurden vertrieben. Auch in den Nachbarländern verübt Boko Haram immer wieder Anschläge und Überfälle. In mehreren Fällen entführte die Miliz Hunderte Mädchen.

Erst im Mai waren bei einem Anschlag auf eine Moschee in der nigerianischen Stadt Mubi 60 Menschen getötet worden.