Laut einer Umfrage ist die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung. 78 Prozent der Befragten gaben laut ARD-Deutschlandtrend an, weniger oder gar nicht zufrieden zu sein. Das sind 15 Prozentpunkte mehr als im Monat zuvor.

Insbesondere sank die Beliebtheit von Innenminister Horst Seehofer (CSU). Er verlor 16 Prozentpunkte an Zustimmung, das ist sein niedrigster Wert seit Juli 2015. 73 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Seehofer die Union mit seinem Verhalten gegenüber der Bundeskanzlerin im Asylstreit geschwächt hat.

Die Zufriedenheit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen bleibt relativ konstant. Sie verlor nur zwei Prozentpunkte im Vergleich zum vergangenen Monat. Auch die Haltung zur SPD veränderte sich kaum. Mit ihrer Arbeit sind 38 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden – nur ein Prozent weniger als im Juni.

Inhaltlich stimmen 61 Prozent der Befragten der Idee von Transitzentren zu. Bei Anhängern der Union liegt die Zustimmung bei 70 Prozent, bei SPD-Anhängern lediglich bei 47 Prozent. Insgesamt finden 56 Prozent der Befragten, dass die Themen Asyl und Flüchtlinge in der aktuellen politischen Auseinandersetzung zu viel Raum einnehmen.