Vertrauliche Dokumente der Bundespolizei zeigen, dass jährlich mehr als tausend Menschen versuchen, mit gekauften Flüchtlingsausweisen nach Deutschland zu fliegen. Laut der Bild am Sonntag entdeckten Beamte 2017 allein an griechischen Flughäfen 1.682 Menschen, die einen EU-Ausweis mit falschem Namen vorlegten, davon 1.418 mit deutschen Ausweisen.

Der Spiegel hatte schon im April berichtet, dass Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak Europa zunehmend verlassen und vorher ihre deutschen Ausweispapiere verkaufen. Die Bundespolizei warne in einer vertraulichen Analyse vor einem florierenden Handel mit Identitäten im Netz, hieß es damals. "Insbesondere deutsche Reisedokumente werden in den sozialen Medien zum Verkauf angeboten", zitierte das Nachrichtenmagazin seinerzeit aus dem Papier.

Wie die Bild am Sonntag weiter berichtet, beklagen die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt zudem, dass falsche Identitäten in vielen deutschen Behörden nicht erkannt werden. Ihnen fehlten dazu die nötigen Geräte mit einer speziellen Software.