Bei einem Zugunglück im Westen der Türkei sind nach Angaben der Regierung 24 Menschen gestorben. Der Rettungseinsatz sei am Morgen beendet worden, sagte Vizeregierungschef Recep Akdağ nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu. Der Zug war am Sonntag mit rund 360 Passagieren an Bord auf dem Weg von Kapıkule nahe der Grenze zu Bulgarien und Griechenland nach Istanbul entgleist.

124 Menschen würden weiterhin in einem Krankenhaus behandelt, berichteten türkische Medien unter Verweis auf Gesundheitsminister Ahmet Demircan. Insgesamt waren demnach 338 Menschen in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Fernsehsender TRT-Haber hatte zunächst von mindestens 73 Verletzten berichtet.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan sei über das Unglück informiert worden und habe den Angehörigen der Opfer sein Beileid bekundet, meldete Anadolu.

Sechs Waggons des Zuges waren am Sonntag nahe dem Dorf Sarılar in der Region Tekirdağ entgleist. Mehr als 100 Krankenwagen sowie Hubschrauber der Armee wurden zum Unglücksort entsandt. Der Gouverneur der Region, Mehmet Ceylan, machte schlechtes Wetter für das Unglück verantwortlich. Starke Regenfälle in den vergangenen Tagen könnten die Schienen unterspült haben.