Bei Ermittlungen gegen einen 26-Jährigen wegen einer möglicher Vorbereitung eines rechtsradikalen Anschlags hat die Polizei die Wohnung des Mannes in Essen durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann Waffen und Sprengstoff beschafft oder hergestellt habe, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf. Der Verdächtige habe sich kooperativ gezeigt. Zum Inhalt der Äußerungen wurde nichts bekannt.

Konkrete Hinweise auf ein bestimmtes Anschlagsziel und einen genauen Zeitpunkt lägen zwar nicht vor. Bereits die Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat sei aber unter Strafe gestellt. Es handele sich um eine abstrakte Gefahr, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ob der 26-Jährige mit anderen rechtsradikalen Straftaten in Zusammenhang stehe, werde ermittelt.

Die Beamten stellten mehrere Gegenstände sicher. Es sei noch nicht klar, um was es sich dabei handele, hieß es. Die Ermittler stießen dem Sprecher zufolge auf "waffenähnliche Gegenstände" und einen weiteren Gegenstand, der nun auf Sprengstoff überprüft werden soll. Das könne voraussichtlich bis Anfang nächster Woche dauern.

Die meisten politisch motivierten Straftaten verübten 2016 Neonazis und andere Rechte. Die Gewalt von Linksextremisten nahm hingegen ab.

Ursprünglich hatten wir berichtet, der Verdächtige habe ein T-Shirt der verbotenen Neonazigruppe Blood & Honor getragen. Da dies aber nicht eindeutig zu erkennen ist und es sich auch um einen Aufdruck der Band Blood for Blood handeln könnte, haben wir den Absatz entfernt.